Der Garten
– Natur statt Technik –

Im Garten unnötigen Maschineneinsatz vermeiden: Elektro- und Motorgeräte wie Laubsauger und Hacken sind für den Hobbygarten überflüssig. Normale Rechen und Hacken sind ein effektiver, ökologischer, ruhigerer und energiesparender Weg, diese Arbeiten zu erledigen und verschaffen einem gleich noch ein bisschen Bewegung und Fitness.

Terrassenheizungen – egal ob auf Basis von Strom oder Holz – sind Energieverschwender par excellence – eine Decke oder Pullover erfüllen den gleichen Zweck oder sonst halt innen aufhalten, wenn es draußen zu kalt ist.

Wähle bei der Anschaffung von Gartenmöbeln, Steinen und Holzbelägen solche aus heimischer Produktion und Herkunft. Dies erspart lange und energieaufwendige Transportwege und stärkt die regionale Wirtschaft.

Auch kleine Gärten bieten Platz für ein Hochbeet, Tomatenhaus und Kletterpflanzen wie Weintrauben und Kiwi. Wer sein Obst und Gemüse selbst anbaut, muss weniger einkaufen und reduziert damit den Energieverbrauch für Gewächshäuser, Transport und Kühlung sowie auch die mineralische Düngung, den chemischen Pflanzenschutz und den Wasserverbrauch bei industriell erwerbsmäßig produzierten Nahrungsmitteln.

Wähle beim Kauf von Jungpflanzen, Obst und Gemüse regionale Anbieter statt großer Baumarktketten.

Kleinwüchsige Obstgehölze passen beinahe in jeden Garten, manche sogar auf einen Balkon.

Verteile rund um deine Pflanzen Mulch oder Grasschnitt, das verringert die Verdunstung und führt dem Boden Nährstoffe zu.

Eine eigene Kompostwirtschaft spart Transportwege und Energie und liefert wertvollen Humus.

Mineralische Dünger sind in der Herstellung sehr energieaufwendig. Eine organische Düngung mit Kompost und Horndünger ist im Hausgarten meistens ausreichend.

Verwende keinen Kunstdünger oder Unkrautvernichter.

Verzichte auf Torf und wähle beim Kauf von Gartenerden nur torffreie Produkte. Der Torfabbau zerstört die letzten Moorgebiete.

Viele Gartenböden sind überdüngt. Durch eine regelmäßige Bodenanalyse lässt sich daher Dünger einsparen und das Grundwasser schonen.

Lehmarme, sandige Böden können Wasser schlecht speichern. Daher empfiehlt es sich, sie durch Bentonit oder Kompost anzureichern. Dies verbessert auch den Ertrag.

Das Gießen des Gartens sollte morgens oder abends erfolgen. In der Mittagszeit verdunstet das Wasser schnell und dringt nicht bis nach unten in den Boden.

Vor allem sehr trockene Böden sollten vorsichtig mit wenig Wasser angegossen werden. Wenn dieses eingesickert ist, kann nach ein paar Minuten dann richtig bewässert werden und der Boden nimmt das Wasser auf.

Rasengießen ist unnötig. Wiesen und Rasen müssen nicht unbedingt gegossen werden, denn Wasser ist im heißen Sommer knapp. Selbst wenn der Rasen braun wird, er wächst nach dem nächsten Regen wieder.

Regenwasser ist ideal zum Gießen und sollte nicht ungenutzt in die Kanalisation abfließen, außerdem spart seine Nutzung Wasserkosten. Dazu am besten das Wasser aus der Dachrinne in eine Regentonne oder Zisterne leiten.

Mäh-Roboter sind sehr beliebt, aber sie brauchen natürlich Energie zum Aufladen ihrer Akkus und ihr Einsatz ist unter Naturschutzgesichtspunkten nicht sinnvoll, denn sie schneiden das Gras sehr kurz, so dass sich für Insekten keine Blüten entwickeln können. Auch können sie Igel und andere Kleintiere sowie Käfer und Insekten verletzen. Auch hier sollte man sich wieder fragen, ob nicht etwas sportlicher Einsatz beim Gebrauch eines normalen Rasenmähers sinnvoller ist.

Vermeide nächtliche Gartenbeleuchtung, denn sie schluckt nicht nur bei ihrer Herstellung Energie und Rohstoffe, sondern hat – soweit sie nicht solarbetrieben ist – auch einen laufenden Energiebedarf und überdies einen schädigenden Einfluss auf Pflanzen und nachtaktive Insekten und andere Tiere.

Laubsauger und Laubbläser schaden Mensch und Natur, denn durch den Schallpegel von über 100 Dezibel – das ist ungefähr so laut wie ein Presslufthammer – werden vor allem die Nachbarn belästigt und die Gesundheit der Benutzer geschädigt. Schon ab einem Lärmpegel von 85 Dezibel kann es bei Dauerbelastungen zu Hörschäden kommen. Laubsauger und -bläser, die von einem Verbrennungsmotor angetrieben werden, stoßen darüber hinaus gesundheitsschädliche Abgase wie Kohlenwasserstoffe, Stickoxide und Kohlenmonoxid aus. Auch die Bodenbiologie wird durch Laubsauger gravierend beeinträchtigt. Die lauten Ordnungshalter saugen mit den welken Blättern auch Kleintiere wie Spinnen und Insekten auf, häckseln und töten sie dabei. Außerdem zerstören sie Pflanzensamen. Da die abgesaugten oder mit einer Luftgeschwindigkeit von bis zu 220 km/h weggeblasenen Blätter und Äste nicht mehr auf dem Boden verrotten, wird die Humus- und Nährstoffbildung behindert. Die am Boden lebenden Kleintiere wie Würmer, Insekten, Spinnen und Kleinsäuger verlieren Nahrung und Lebensraum, der Boden wird der Deck-Schicht beraubt, die ihn vor Austrocknung und bei extremer Kälte schützt. Wir empfehlen, zu Rechen und Harke zu greifen, die ganz ohne schädliche Emissionen auskommen. Das welke Laub sollte auf Beete und unter Gehölze verteilt werden, wo es während des Winters langsam verrottet, Boden und Kleintieren als Schutz dient und im Frühjahr als natürlicher Dünger in den Boden eingearbeitet werden kann. Oder man recht das Laub zu Haufen auf. Das freut den Igel ebenso wie Schmetterlingslarven, Glühwürmchen, Marienkäfer, Molche und Falter, die hier über den Winter Unterschlupf finden. (Quelle: Bund Naturschutz)

Der Wochenend-Urlaub im eigenen Garten ist ein sicherlich nicht unwichtiger Aspekt der CO2-Einsparung. Der Garten ist das beste Naherholungsgebiet, er liegt direkt vor der Haustür und ist jederzeit ohne Flugzeug, Auto, Stau und Nervenverlust erreichbar.

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