„Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen ist,
werden die Menschen feststellen,
dass man Geld
nicht essen kann“
(Cree – Indianer)

Good News
Naturschutz, Tierschutz, Landschafts- und
Bodenpflege

Wir haben nur diese eine Erde, auf der wir leben können. Sie ist wunderschön und bietet alles, was wir für ein glückliches und erfülltes Leben brauchen. Nicht umsonst sprechen wir auch von „Mutter Erde“. Aber wir behandeln sie nicht mit dem Respekt, der ihr als unsere Mutter zustehen würde. Wir verschmutzen sie, vergiften sie und beuten ihre Rohstoffe aus. Damit sägen wir an dem Ast, auf dem wir sitzen. Doch es geht auch anders, wie die folgenden Beispiele zeigen. Und diese Lösungen gibt es zum Teil schon seit längerem. Deshalb haben wir immer das jeweilige Datum der Veröffentlichung an den Anfang gesetzt.  Alle verwendeten Fotos sind übrigens von pixabay.de.

Nachhaltig waschen mit Efeu

Pro Jahr leiten wir mehrere Hunderttausend Tonnen Waschmittel und Weichspüler in unser Abwasser. Darin enthalten: Bleichmittel, Öl-basierte Tenside und Duftstoffe und Mikro-Plastik. Diese Stoffe machen unsere Wäsche sauber und frisch, sind aber für die Umwelt gefährlich. Selbst Bio-Waschmittel können umweltschädlich sein. Sie bestehen zwar häufig aus biologischen Stoffen, aber selbst die können gefährlich sein, wenn sie in Gewässern landen. Eine Alternative zu finden, ist also schwierig. Fünf SchülerInnen aus Hamburg haben eine umweltfreundliche Alternative aus Efeu entwickelt – „Ivy“ kommt 2021 in die Läden.
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Efeu - Grundlage eines ntürlichen Waschmittels

Neuer Filter kann radioaktives Wasser säubern

Bei der Nuklearkatastrophe in Fukushima sind radioaktive Substanzen in das Wasser gelangt. Japan plante, das verseuchte Wasser im Pazifik zu entsorgen. Das könnte jetzt verhindert werden: Forscher der ETH Zürich haben einen Filter entwickelt, der das Wasser säubern kann. Molkeproteine und Aktivkohle: filtern radioaktive Elemente aus verseuchtem Wasser, wie ETH-Forschende gezeigt haben. Abwässer aus Spitälern und aus Reaktorunfällen könnten so harmlos gemacht werden. Die Membran bindet demnach alle radioaktiven Isotope, die im Periodensystem zwischen Technetium und Uran liegen. Dazu zählen auch radioaktives Cäsium, Iod, Silber und Kobalt, die im Abwasser von Fukushima vorhanden sind. Einzig Tritium bindet sich laut den Forschenden wahrscheinlich nicht an die Membran, weil es zu klein ist.

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Alternative zum Weihnachtsbaum: Der Keinachtsbaum!

Der geschmückte Tannenbaum ist ein unverzichtbarer Teil des Weihnachtsfestes, doch die liebgewonnene Tradition hat ihren Preis: Jedes Jahr werden in Deutschland knapp 30 Millionen Weihnachtsbäume verkauft, etwa ein Drittel der gefällten Bäume gelangt aufgrund ihrer Optik niemals in den Handel. Weihnachtsbäume wachsen in der Bundesrepublik – meist in Monokultur-Plantagen – auf einer Fläche von 40.000 Hektar und sie werden intensiv mit Düngemitteln und Pestiziden besprüht, das schädigt Böden und Gewässer. Ein Osnabrücker Startup hat eine nachhaltigere Alternative entwickelt. Der sogenannte Keinachtsbaum besteht aus einem etwa 2 Meter hohen Ständer aus Eschenholz, in den Tannenzweige gesteckt werden. Das Ergebnis sieht aus wie ein Baum und riecht auch so, aber es muss keine Tanne gefällt werden und es ist auch kein Plastikbaum aus China mit fragwürdiger Ökobilanz.

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Desert Control: Lehm verwandelt Wüste in fruchtbaren Boden

Tonpartikel im Wasser machen trockenen Boden fruchtbar. Das norwegische Start-up Desert Control nutzt diese Erkenntnis, um trockene Böden in fruchtbares Ackerland zu verwandeln. Magere Böden haben Mühe, Feuchtigkeit zu speichern und Pflanzen gedeihen zu lassen. Das Vorhandensein von Lehm im richtigen Verhältnis kann das dramatisch ändern. Lehm wird seit Jahrtausenden zur Verbesserung von Böden eingesetzt, doch wenn er durch Graben untergemischt wird, wird auch das unterirdische Ökosystem der symbiotischen Beziehung zwischen Pflanzen und Pilzen beschädigt. Kristian Olesen erfand daher eine Technologie, die Lehm in eine Flüssigkeit fast so dünn wie Wasser verwandelt.
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Kampf gegen Dürre: Revolutionäres Hydrogel speichert Wasser und Dünger

Hydrogele können große Mengen Wasser aufnehmen und langsam wieder an ihre Umgebung abgeben. Forscher der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien haben nun ein auf natürlichen Rohstoffen basierendes, vollständig biologisch abbaubares Hydrogel entwickelt, das in der Landwirtschaft Pflanzen nicht nur bewässern, sondern auch düngen und die Bodenqualität verbessern kann. Damit können Pflanzen nun sogar auf Sandböden gedeihen. Hydrogele sind aus polymeren Materialien aufgebaut, die aus riesigen Molekülen bestehen. Hier ist das Ausgangsmaterial Holz, also ein natürlicher Rohstoff.

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Integration durch urbanes Gärtnern: Da wächst was zusammen

Arbeitslosigkeit, Schulden und Parallelgesellschaften bedrückten viele Wuppertaler. Dann fanden sie Lösungen gegen Depression und für Integration: gemeinsam Säen, Pflanzen, Ernten. Heute gibt es viele Stadt-Projekte.

Gemeinsame Pflanzaktionen  fördern nicht nur das Miteinander, sie stärken die Zivilgesellschaft und tragen zur Sicherung der städtischen Nahrungsmittelversorgung, 

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Ackerbohnen aus Deutschland statt importierten Sojabohnen?

Proteinhaltig und umweltschonend: Die in Vergessenheit geratene Ackerbohne gilt als umwelt- und klimafreundliche Alternative zu importiertem Soja. Liefert sie das Eiweiß der Zukunft? Wo die Ackerbohne gewachsen ist, braucht es weniger künstlichen Dünger. Die Bohne ist zwar teurer als Importsoja, aber in vieler Hinsicht auch wertvoller und die Blüten sind ein Paradies für Insekten, die wiederum Schädlinge vertreiben.

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Phosphor-Rückgewinnung: Die Zukunft liegt im Urin

Ohne Phosphor kein Leben. Innovative Methoden des Urin-Recyclings sind wichtig, weil weltweite Ressourcen zur Neige gehen. Das Mineral ist Bestandteil von Dünger und wird mit der Nahrung aufgenommen und ausgeschieden. Urin ist kein Abfall, sondern ganz klar eine Rohstoffquelle. Diese innovativen Methoden des Urin-Recyclings setzen der drohenden Phosphor-Knappheit ein Ende. Beim Urin-Recycling werden wertvoller Phosphor und andere Mineralien gerettet, die sonst in der Kanalisation verschwänden.

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Die Gemeinde Haar fördert die Artenvielfalt durch Magerrasen. Doch die Nahrungskonkurrenz ist groß.

Der von der Gemeinde Haar seit Jahren beschrittene Weg zur Förderung der Artenvielfalt zeigt Wirkung. Das hat ein Fachmann vom Institut für Zoologie und Limnologie der Universität Innsbruck bei einer Wildbienen-Kartierung auf acht ausgesuchten Haarer Flurstücken festgestellt.

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Kö-Bogen II: Ein grüner „Mantel“ mitten in Düsseldorf

In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt wurde kürzlich ein Gebäudekomplex errichtet, der unter zehntausenden Hainbuchen verschwindet. Insgesamt 30.000 Pflanzen überziehen Europas wohl größte Grünfassade. Jeder Trog fasst vier Pflanzen, auf dem Dach befinden sind überwiegend Ballenpflanzen. Insgesamt haben die mehr als 30.000 Pflanzen eine Blattfläche, die größer ist als die von 80 veritablen Hofgarten-Bäumen.

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Wie Pferde und Bisons die Permafrostböden retten könnten

Um den Klimawandel nicht zu beschleunigen, könnte es helfen, in gewissem Sinne Eiszeit-Verhältnisse wiederherzustellen. Weidetiere haben Auswirkungen auf den Boden, über den sie fortwährend stampfen: Im Falle sibirischer Permafrostlandschaften scharren sie den darauf liegenden Schnee entweder auf und verschleppen ihn oder er wird festgetreten und komprimiert – beides schwächt die Isolation beträchtlich und lässt den Boden damit fester gefrieren. Das verlangsamt die Permaschmelze sowie die dadurch entstehenden Methan- und Kohlendioxidemissionen.
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Klimawandel bremsen durch Methan-Reduktion

Die vom Menschen verursachten Methan-Emissionen sind deutlich höher als gedacht. Dagegen kann aber etwas getan werden, kurzfristig und vergleichsweise kostengünstig.

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Agrophotovoltaik:
Himbeeren unter Solarmodulen statt unter Folientunneln

Vor allem im Obst- und Weinbau hat die Kombination von landwirtschaftlicher Produktion und der Solarstromerzeugung großes Potential. Eine Himbeerfarm in den Niederlanden zeigt, wie dies funktionieren kann. In Deutschland ist die Agrophotovoltaik noch im Pilotstadium und kommt eher schleppend voran.

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Wie wir alle Essen vor der Tonne retten können

Niemand wirft gerne Essen weg, und doch passiert es: Zuhause, im Supermarkt und bei den Herstellern. 18 Millionen Tonnen Lebensmittel landen jedes Jahr in Deutschland in der Tonne. Warum enden so viele gute Lebensmittel in den Containern der Supermärkte? Wie können wir diese Verschwendung überwinden und eine neue Wertschätzung für Lebensmittel erreichen?

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Stadt Erlangen verbietet Schottergärten

Die Stadt Erlangen verbietet als erste in Bayern, dass bei Neu- und Umbauten Schottergärten angelegt werden. Stattdessen soll Grün Insekten Nahrung bieten. Schottergärten haben negative Effekte aufs Mikroklima, weil sie Hitze speichern und abgeben. Das schreibt die neue Freiflächengestaltungssatzung vor, die der Stadtrat am Donnerstagabend beschlossen hat. Damit ist Erlangen Vorreiter in Bayern, denn es ist die erste Satzung, die dies explizit untersagt. Alle Appelle an Bauherren, freiwillig auf „Steinwüsten“ und voll gepflasterte Vorgärten zu verzichten, hätten zuvor nichts gebracht.
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Wie sich Klima-Leugner überzeugen lassen
Klimaskeptiker suchen Gegenargumente gegen etwas, was nicht in ihr Weltbild passt. In den USA sind viele Studien entstanden, welche die Mechanismen hinter der Verneinung des menschgemachten Klimawandels beleuchten. Eine neue Übersichtsstudie zieht nun Fazit und zeigt Wege auf, wie Klimaskeptiker zur Vernunft gebracht werden können. Sie ist in der Fachzeitschrift Current Opinion in Environmental Sustainability erschienen. Die amerikanischen Forschenden kamen zu vier Möglichkeiten, einen Klimaskeptiker zu überzeugen.
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Frankreich:
Bio-Pilze aus dem Parkhaus

In Paris geht die Anzahl der Kraftfahrzeuge  zurück, und so wachsen in einem stillgelegten Parkhaus in Paris verschiedene Pilze und Chicorée. 30 Tonnen konnten 2019 geerntet werden. Auf den lokalen Märkten kommen die Bio-Produkte gut an und sie reduzieren den CO2-Ausstoß, da sie keine weiten Transportwege haben.

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Afrikas erster vertikaler Wald

„Bosco verticale“ nennt der italienische Architekt Stefano Boeri seine grünen Bauten. Nun sollen auch in Kairo drei mit Bäumen und Sträuchern bepflanzte Hochhäuser entstehen.
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1.100 Bäume auf Fassade: 

Dieser Hochhaus-Wald wächst 207 m in die Höhe
Kann man das einen Wald nennen? Eigentlich sind die Nanjing Tower zwei Hochhäuser. Aber sie sind zugleich der Lebensraum von 1.100 Bäumen. Das kann man Wald nennen. Der italienische Architekt Stefano Boeri baut damit den höchsten Wald in der Senkrechten Asiens. Schon lange träumt und experimentiert Boeri mit Hochhäusern, die nicht nur einfach mit Efeu begrünt sind, sondern die wirklich einen grünen Lebensraum mitten in der Stadt bieten – durch richtige Bäume und Büsche. Berühmt wurde Boeri mit seinen Zwillingstürmen Bosco Verticale in Mailand. Dort ragen seit 2014 zwei Hochhaustürme in den Himmel. An den Außenfassaden wachsen fast 800 Bäume, 5.000 Sträucher und 11.000 Bodendecker. Der Komplex wurde schon mehrfach mit renommierten Designpreisen ausgezeichnet. Im Bau ist gerade sein zweites Projekt eines grünen Hochhauses in Lausanne.

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Erbsen aus Hessen statt Soja aus Südamerika:
Hessen startet Förderprogramm für vielfältige Ackerkulturen

Viele Bauern verfüttern importiertes Soja an ihre Tiere. Dabei gäbe es zahlreiche einheimische Alternativen, die das hessische Landwirtschaftsministerium ab kommendem Jahr mit einer Initiative fördert.

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Kopenhagen: Fruchtbäume und Beerensträucher für alle

In den Straßen von Kopenhagen sollen die Bürger bald ganz wie draußen in der Natur oder im eigenen Garten Früchte und Beeren pflücken und vernaschen dürfen – auf Spielplätzen, an Schulen, Kindergärten und Altenheimen, in Sportanlagen und Erholungsparks, an allen Orten, die eine Großstadt so ausmachen. Und das alles umsonst. Dies haben die Parteien im Stadtrat ohne Gegenstimmen beschlossen. In einem ersten Schritt sollen Fruchtbäume und beerentragende Sträucher bei einer neuen Stadtbegrünung immer den sonst üblichen Pflanzen vorgezogen werden.
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Hamburg: Grüne Dächer gegen den Klimawandel

Die Umweltbehörde macht es vor: bepflanzte Dächer, auf denen sich Insekten und Vögel tummeln können. Auch im Rest von Hamburg soll es bald mehr von solchen grünen Flächen für den Artenschutz geben. Mehr Grün auf Dächern und Hausfassaden würden aber nicht nur bei Starkregen helfen, sondern auch für eine Abkühlung des Straßenraums bei großer Sommerhitze sorgen. Immerhin liegt die Oberflächentemperatur in Hamburg-St.-Georg an besonders heißen Tagen bei knapp 60°C.

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Fruchtbarkeitsschädigender Bienenkiller:
EU verbietet Thiacloprid-Insektengift
Das Neonikotinoid (selektives Nervengift, das auf die Nervenzellen von Insekten einwirkt) mit der Bezeichnung Thiacloprid wird unter anderem auf Rapsfeldern eingesetzt und soll Insekten von den Pflanzen fern halten. Auch Kleingärtner greifen auf das Insektizid zurück. Unter Berücksichtigung der Studienlage, haben die EU-Staaten nun entschieden, die Zulassung für den Einsatz von Thiacloprid innerhalb der Europäischen Union auslaufen zu lassen. Ende April 2020 ist Schluss mit dem Einsatz des Nervengifts. 
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Agrophotovoltaik: So werden Felder zu Solarkraftwerken

Die Weltbevölkerung wächst und damit der Bedarf an Nahrungsmitteln. Zugleich werden Flächen für die Produktion von Ökostrom gebraucht, um die Klimakrise zu bändigen. Die Kombination aus Landwirtschaft und Photovoltaik, auch Agrophotovoltaik genannt, könnte diesen Konflikt entschärfen. Rein rechnerisch müsste nicht einmal ein Prozent der globalen Agrarflächen mit Solarmodulen bestückt werden, um den Stromhunger der Welt zu stillen.
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Das beste Mittel gegen den Klimawandel
Der Klimawandel kann einer Studie zufolge durch nichts so effektiv bekämpft werden wie durch Aufforstung. Dadurch können bis zu zwei Drittel der bislang von Menschen gemachten klimaschädlichen CO2-Emissionen aufgenommen werden, schreiben Forscher*innen der Technischen Hochschule (ETH) Zürich im Fachmagazin Science. Danach könne die Erde ein Drittel mehr Wälder vertragen, ohne dass Städte oder Agrarflächen beeinträchtigt würden. Die Erderwärmung bis 2050 auf 1,5°C zu begrenzen, sei so durchaus erreichbar.
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Transition Forchheim – Alltag FairÄndern und das Klima schützen