Es ist nicht genug zu wissen –
man muss auch anwenden.

Es ist nicht genug zu wollen –
man muss auch tun.

Johann Wolfgang von Goethe

Mein Beitrag zum Klimaschutz

„Da kann man doch nichts machen.“ – „Die Politiker machen ja doch, was sie wollen oder was die Wirtschaft will.“ – „Geld regiert die Welt – da ist man machtlos!“ Solche Sätze hört man immer wieder, wenn man mit Menschen über not­wendige Klimaschutz­maßnah­men spricht. Fast jeder hält sie für notwendig, glaubt aber nicht, dass die Politik sie ernsthaft und unverzüglich umsetzen wird und hält sich selbst für machtlos. Doch das stimmt nicht! Die Politiker haben nur die Macht, die wir nicht nutzen und ihnen geben. Und das Gleiche gilt für die Wirtschaft! Sie kann nur das Geld einsetzen, was sie von uns Käufern und Kunden erhält. Damit soll keinesfalls der „Schwarze Peter“ auf uns als Bürger und Verbraucher geschoben, sondern nur deutlich gemacht werden, dass wir nicht komplett machtlos sind. Man versucht, uns einzureden, dass wir machtlos sind, damit wir unsere Möglichkeiten nicht nutzen. Man versucht, uns einerseits Angst zu machen vor dem, was kommen könnte, und uns gleichzeitig die Hoffnung zu nehmen, dass daran etwas zu ändern ist. Menschen ohne Hoffnung, aber mit (unbewusster) Angst engagieren sich nicht (weil es ja eh nichts bringt, wie sie glauben) und wollen meist auch nichts von den Problemen hören. Sie sind kritiklos, konsumieren und halten das jetzige Wirtschaftssystem am Laufen und geben so ihre Macht an diejenigen ab, die die Welt mit ihrem Geld regieren wollen.

Doch die Wahrheit ist: Veränderungen finden immer zuerst im Denken der Menschen statt und wirken sich dann durch Handeln in den äußeren politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen aus. Und auch wenn man in einer nicht-nachhaltigen Welt wie der unseren nicht 100%ig nachhaltig leben kann, so hat doch jeder von uns viele Möglichkeiten, ohne großen Aufwand etwas für mehr Nachhaltigkeit zu tun. Dabei ist zunächst die Einsicht in die Notwendigkeit und dann der erste konkrete Schritt das Entscheidende. Der erste Schritt ist immer der schwierigste. Die Fülle dessen, was erforderlich zu sein scheint, ist schier unüberschaubar. Doch mach dir keinen Stress. Such dir für den ersten Schritt etwas heraus, das einfach ist. Und dann freu dich über deinen ersten Erfolg, wenn du diesen Schritt umgesetzt hast. Und dann geh den nächsten Schritt und so weiter. Handle nicht aus Angst, sondern aus Liebe zum Leben, aus Liebe zu deinen Kindern und Kindeskindern, zu den Menschen und Tieren und aus Liebe zur Erde, die unser aller Lebensgrundlage ist.

Du willst Teil der Lösung sein und etwas tun? Hier zeigen wir dir einige Vorschläge, welche Möglichkeiten es dazu gibt.

Die nächsten drei Jahre sind entscheidend: Alle Politiker reden von Zielen in 2030, 2040, 2050… Doch was bedeutet das für unser Handeln heute? Jetzt werden die Weichen gestellt. Höre hier einen Podcast von Cordula Weimann, der Gründerin von Omas for Future.

Tipps zum nachhaltigen Einkauf von Lebensmitteln:

Gerne wird behauptet, alles würde immer teurer werden. Ein Vergleich zeigt jedoch: Lebensmittel sind nicht teurer geworden. Hat man 1970 noch 22 Min. für 10 Eier arbeiten müssen, sind es 2012 nur noch 5 Min. gewesen. Für 1 kg Rindfleisch muss man heute rund 30 Min. seiner Arbeitszeit berechnen – 1970 waren es noch 1 Std. und 12 Min. Die Kosten für Lebensmittel sind enorm gesunken und wir haben uns daran gewöhnt. Doch all das hat Konsequenzen: um ein Kilo Rindfleisch zu erzeugen, werden so viele Treibhausgase freigesetzt, als würde man 250 km mit dem Auto fahren. Vom Leid des Tieres in Massenhaltung ist da noch gar nicht die Rede. Zum Vergleich: Wer sich vegan oder nur aus ökologischer Erzeugung ernährt, verbraucht im ganzen Jahr für seine Ernährung nur 280 Autokilometer. Wer bei seiner Ernährung auf ein paar kleine Dinge achtet, kann seinen CO2-Fußabdruck massiv verringern.

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Nachhaltige Wasserverwendung in Zeiten der Dürre

Seit 2018 haben wir hintereinander drei viel zu trockene Sommer erlebt. Wälder und Äcker leiden unter dem Regenmangel. Das zeigt auch hierzulande, dass Wasser ein kostbares Gut ist. Und durch den Klimawandel werden die Sommer künftig vermutlich auch nicht kühler und regenreicher werden. Auch wenn wir hier in Franken noch verhältnismäßig gut dran sind, sollten wir dazu beitragen, Wasser nicht unnötig zu vergeuden. Denn gerade bei uns kommt der überwiegende Teil des Trinkwassers aus tiefen Grundwasserschichten, die aufgrund der geringen Niederschläge kaum wieder aufgefüllt werden.

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Klimawandel und Stromerzeugung

Unser Alltag ist ohne Strom undenkbar. Wir brauchen diese Energieform nicht nur im Haushalt, sondern auch zur Produktion all dessen, was wir konsumieren und für E-Mobilität.

Dabei unterscheidet man entsprechend der Erzeugung in Strom aus Verbrennung fossiler Brennstoffe, aus Atomkraft und aus regenerativen Energien.

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Energiesparen im Haushalt

Um die aktuellen Klimaveränderungen und die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen zu begrenzen, ist Energiesparen heutzutage notwendiger denn je. Der sparsame Umgang mit Energie ist eine der wirksamsten und einfachsten Klimaschutz-Maßnahmen, durch die jede Menge klimaschädliche Treibhausgase eingespart werden können. Dafür gibt es in jedem Haushalt viele Möglichkeiten, von denen hier einige vorgestellt werden sollen. Machen wir also einen kleinen Rundgang durch die Wohnung:

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Mobilität und Verkehr

Unter der autofixierten Verkehrspolitik leidet nicht nur das Klima, sondern auch die Verkehrsteilnehmer*innen. Staus in Städten und auf Autobahnen, schlechte Luft in den Innenstädten, unter der Radfahrer, Fußgänger und Anwohner leiden und schlechte ÖPNV-Anbindung auf dem Lande sind die Folge. Wir brauchen daher eine Mobilitätswende, deren wichtigste Forderung darin besteht, Verkehr zu vermeiden, zu verlagern und zu verbessern. Dabei ist natürlich vor allem auch die Politik gefordert, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen, aber auch jede*r Einzelne hat – neben dem Einwirken auf die Politiker*innen – auch praktische Möglichkeiten, den eigenen ökologischen Fußabdruck im Bereich Mobilität und Verkehr zu reduzieren. Und zum Verkehr zählt natürlich auch der Güterverkehr, den wir durch unser Kaufverhalten verursachen.

Auch unsere Freizeit-Mobilität ist ein Thema. Dazu empfehlen wir den Podcast von Cordula Weimann, der Gründerin von Omas for Future. 

Nachhaltig Reisen

Urlaub zu haben, bedeutet für viele Menschen, zu verreisen, um so den Alltag hinter sich zu lassen.

Doch wie nachhaltig sind Urlaubsreisen? Hier geben wir Tipps, wie Erholung auch ein bisschen umweltfreundlicher geht, denn nachhaltiger Tourismus kennt weder Autostaus, die sich gen Süden schieben, noch Flieger, die verspätet auf Mittelmeer-Inseln jetten. Hier einige Vorschläge ….

Müllvermeidung

Wenn man etwas liebt, dann sorgt man dafür, achtet und wertschätzt es und möchte es möglichst lange behalten.

Lieben wir Mutter Erde, den blauen Planeten, auf dem wir leben? Wenn man sich den Müll ansieht, der überall – am Straßenrand, in Feld, Wald und Flur, in Flüssen und in den Meeren – dann muss am daran zweifeln.

Doch was ist eigentlich „Müll“? Unter „Müll“ versteht man das, was übrigbleibt, wenn die Nutzungsphase eines Produkts beendet ist. Hinzu kommt der „Verpackungsmüll“, der das Produkt auf dem Weg vom Hersteller zum Kunden gegen äußere Einflüsse geschützt hat. Jeder „Müll“ enthält Rohstoffe und seine Herstellung hat Energie gekostet. Die Natur kennt keinen Müll, sie funktioniert in Kreisläufen. Nehmen wir uns also die Natur zum Vorbild und versuchen wir, so wenig Müll wie möglich entstehen zu lassen – ganz ohne geht es heutzutage leider (noch) nicht. Diese Erde ist wunderschön mit ihren Wäldern und Feldern, mit ihren Bergen und Flüssen, mit ihren Tieren und Pflanzen, ihrer ganzen Vielfalt und wir haben nur diese Erde – es gibt keinen Planeten B für uns. Lasst sie uns daher möglichst müllfrei erhalten. Und dafür haben wir einige Tipps  zusammengestellt.

Und wir empfehlen den Podcast von Cordula Weimann, der Gründerin von Omas for Future.

Weitere Infos zur Müllvermeidung gibt es für Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen auch unter Zero-Waste-Helden

Ernährung

Jeder Mensch muss essen, sonst stirbt er. Doch was wir essen, wo und wie wir Lebensmittel einkaufen, lagern und zubereiten – das alles hat Einfluss auf die Umwelt und damit auf das Klima. Daher können wir als Verbraucher durch unser Konsumverhalten an vielen Stellen dazu beitragen, das Klima zu schützen.

Mehr Fakten … 

Praktische Tipps zu Ernährung und Klimaschutz 

Kleidung und Mode

Mehr als 80 Milliarden Kleidungsstücke werden jährlich hergestellt. Durchschnittlich 60 kauft jeder Deutsche pro Jahr, ein Fünftel davon wird nie oder so gut wie nie getragen. Das Karussel der Fast Fashion dreht sich schnell, der Verbrauch steigt. Gut 15 kg Textilien gibt jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr in die Altkleidersammlung. 2020 warnte der Fachverband Textilrecycling vor dem Kollaps des Systems. Denn minderwertige Billigteile taugen oft nicht einmal mehr als Putzlappen oder Dämmstoffe. Weltweit gehen beinahe 20% der Gewässerverschmutzung und 10% der CO2-Emissionen auf das Konto der Modeindustrie.
Nicht ohne Grund kommen mittlerweile die meisten Konsumprodukte aus Asien: Dort gibt es weder Arbeits- noch Umweltstandards, die den deutschen Gesetzen entsprechen. Das bedeutet: Billiglöhne, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen – und die Natur wird bei der Produktion extremst belastet. Umwelt kennt keine nationalen Grenzen. Es ist egal, wo wir die Natur zerstören. Es hat immer auch Auswirkungen auf die gesamte Erde und auch auf uns – irgendwann!

Das kannst du tun – klicke hier!

Papierverbrauch

Papier wird in vielen Bereichen eingesetzt. Dabei haben 90 Prozent des Papiers eine kurze Lebensdauer – sie werden nur einmal oder nur kurz genutzt. Die Papierindustrie zählt zu den fünf energieintensivsten Branchen in Deutschland. Wasser ist dabei ein sehr wichtiges Prozessmaterial. Für die Herstellung eines Kilogramms Papier braucht es rund 100 Liter Frischwasser.

Trotz Digitalisierung ist der Papierverbrauch noch immer sehr hoch, in Deutschland liegt er noch immer über dem EU-Durchschnitt. Und da jeder Papier braucht, kann auch jeder etwas zur Einsparung von Papier – und damit von Energie und Wasser – beitragen.
Mehr erfahren

Geschenke

Es ist üblich, Menschen, die man schätzt, zum Geburtstag und zu Weihnachten (und in letzter Zeit auch zu anderen Anlässen wie Ostern, Valentinstag, etc.) etwas zu schenken.
Doch Geschenke fördern vielfach auch den Konsum und den Ressourcenverbrauch. Und manch ein Geschenk kommt beim Beschenkten nicht so gut an, wie es sich der Schenkende wünscht. Das ist für beide Seiten unerfreulich, auch wenn man sich natürlich bemüht, den Schenkenden nicht merken zu lassen, dass man das Geschenk nicht schätzt. Manches landet so unbenutzt in Schrank oder Keller oder womöglich gar im Müll. Damit es nicht so weit kommt, hier ein paar Tipps…

… und was sonst noch?

  • Lass dein Geld für dich arbeiten? Dass Geld nicht arbeitet und was hinter den Gewinnen durch Geldanlagen steckt, erklärt Cordula Weimann, die Gründerin von Omas for Future, in einem Podcast.
  • Glätte im Winter – wie kann man wirkungsvoll, aber umweltfreundlich streuen? Hier klicken
  • Schnittblumen (insbesondere Rosen) kommen oft aus Afrika. Sie haben nicht nur einen weiten Flug hinter sich, sondern zu ihrer Herstellung wird auch viel Wasser verbraucht, was den Menschen dort – in sowieso schon wasserarmen Gegenden – dann nicht mehr zur Verfügung steht. Daher besser Blumen aus regionaler Herkunft wählen oder auf das Siegel „fair flowers fair plant“ achten.
  • Topfpflanzen sind zumeist in Plastiktöpfen, die nach dem Umpflanzen im Müll landen. Durch die schwarze Farbe können die Sortiermaschinen in den Recyclinganlagen die Kunststoffart nicht erkennen und so werden sie „thermisch verwertet“ (verbrannt). Daher wenn möglich auf Pflanztöpfe aus nachwachsenden Rohstoffen achten – gibt es z.B. aus Hanf in Biomärkten oder der sogenannte „Kom-Pot“ – siehe hier .
  • Du möchtest verpackungsfrei einkaufen? Nutze die Greenpeace Re-Use-Revolutions-Map, sie zeigt, wo überall das möglich ist.
  • Achte beim Kauf von Kosmetikprodukten darauf, dass sie keine Mikroplastikteile enthalten. Dazu gibt es Apps für’s Smartphone, z.B. „ToxFox“ oder „Beat the Microbead“. Oder kaufe zertifizierte Naturkosmetik mit entsprechenden Siegeln: Naturland, EcoControl, NaTrue, ECOCERT-Label, Demeter oder BDIH-Siegel.
  • Ist bio-basierter Kunststoff eine Lösung? Klicke hier
  • Mieten statt kaufen: Viele Baumärkte vermieten Werkzeuge für die Gartenarbeit oder fürs Heimwerken. Manches kann man sich vielleicht auch in der Nachbarschaft gegenseitig ausleihen. Auch das Landratsamt Forchheim bietet eine (bisher leider kaum genutzte) Verleihplattform an.
  • Ermögliche allen Dingen, die du besitzt eine möglichst lange Lebensdauer. Denn jede Produktion erfordert Rohstoffe und Energie. Frage dich, ob du wirklich das Handy der neuesten Generation oder das neue größere Auto brauchst.
  • Wenn du etwas neu kaufst, achte auf Qualität, Langlebigkeit und Reparierbarkeit. Dies mag in der Anschaffung etwas teurer sein, aber dafür hält es länger. Achte auch auf Zertifikate wie Blauer Engel oder das europäische Umweltsiegel.
  • Kaputte Geräte kann man unter Umständen noch reparieren. Bringe sie ins Reparatur-Café.
  • Wenn reparieren nicht mehr geht, achte auf richtige Entsorgung: Elektrogeräte gehören nicht in den Restmüll, sondern auf den Wertstoffhof.
  • Vergiss nicht: das „ökologischste“ Gerät ist das Gerät, das nicht gekauft wird.
  • Wenn du spazieren gehst, nimm eine alte Plastiktüte oder einen Stoffbeutel mit und sammle den Müll auf, der am Wegesrand liegt.
  • Bepflanze deinen Balkon oder Garten möglichst naturnah – das fördert die Artenvielfalt und gibt Bienen & Co Nahrung.
  • Vermeide nektarleere Pflanzen, die auf besondere Blütenfülle gezüchtet wurden, aber keinen Nektar für die Bienen enthalten.
  • Hänge ein Insektenhotel auf.
  • Verwende ökologischen Dünger aus natürlichen Rohstoffen statt Kunstdünger.
  • Wenn du einen Garten hast, leg dir einen Kompost an. In einem Thermokomposter ist das auf wenig Platz und ohne Geruchsentwicklung möglich und du bekommst dann kostenlos beste Pflanzerde.
  • Wenn du keinen Garten hast, entsorge deine Küchenabfälle in der Biotonne.
  • Achte beim Samenkauf auf Bio-Samen oder zertifizierte Samen, die sortenfest sind. Vermeide Hybrid-Samen.
  • Weiß gestrichene Häuserfassaden reflektieren das Sonnenlicht und vermindern so die Aufheizung des Gebäudes.
  • Silvester: Durch Silvesterknaller werden große Mengen an Rohstoffen vernichtet und es entsteht eine hohe Feinstaubbelastung. Verzichte daher darauf.

Transition Forchheim
Alltag FairÄndern und das Klima schützen

 

Omas for Future
Handeln aus Liebe zum Leben