Müllvermeidung

Du willst nachhaltiger leben und Müll vermeiden?

Super – willkommen im Kreis derer, die die Erde und das Leben
und ihre Kinder und Enkel lieben und daher deren Lebensbedingungen bewahren wollen.

Wir haben hier aus vielen verschiedenen Quellen viele Tipps für Dich zusammengestellt, die aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

Und wenn du lieber etwas hören möchtest, statt zu lesen, dann empfehlen wir hier diesen Podcast von Cordula Weimann, der Gründerin von Omas for Future.

Müll ist das, was übrigbleibt, wenn die Nutzungsphase eines Produkts beendet ist. Hinzu kommt der „Verpackungsmüll“, der das Produkt auf dem Weg vom Hersteller zum Kunden gegen äußere Einflüsse geschützt hat. Jeder „Müll“ enthält Rohstoffe und seine Herstellung hat Energie gekostet. Die Natur kennt keinen Müll, sie funktioniert in Kreisläufen.

Nehmen wir uns also die Natur zum Vorbild und versuchen wir, so wenig Müll wie möglich entstehen zu lassen – ganz ohne geht es heutzutage leider (noch) nicht. Diese Erde ist wunderschön mit ihren Wäldern und Feldern, mit ihren Bergen und Flüssen, mit ihren Tieren und Pflanzen, ihrer ganzen Vielfalt und wir haben nur diese Erde – es gibt keinen Planeten B für uns. Lasst sie uns daher möglichst müllfrei erhalten.

Vielleicht hast Du ja auch Lust, bei unseren Clean-Up-Aktionen mitzumachen – Näheres hier.

Viele Plastikverpackungen sind unnötig, insbesondere bei Obst und Gemüse sollte man unverpackte Ware bevorzugen.

Bioläden, Hofläden und Wochenmärkte sind Orte, an denen überwiegend unverpackte Produkte angeboten werden.

Wo man sonst noch unverpackt einkaufen kann, zeigt die ReUse-Revolution-Map von Greenpeace.

Im Landkreis FO gibt es zwei Unverpacktläden: ZeroHero in 91353 Hausen, Pilatusring 24 (https://Zerohero-hausen.de) und Fräulein Unverpackt in 91301 Forchheim, Apothekenstraße 6.

Es gibt eine sehr sinnvolle App: replace Plastic, die man sich aufs Smartphone laden kann. Sie verbindet Verbraucher-Protest mit dem Appell an Unternehmen, etwas zu ändern. Mit der App Replace Plastic kann man den Barcode beliebiger Produkte scannen und dann dem Hersteller dieser Produkte eine vorformulierte Nachricht schicken, die ihn informiert, dass man dieses Produkt lieber ohne oder mit weniger Plastik hätte. (Nähere Infos hier)

Achte darauf, dass du zum Einkaufen immer einen Stoffbeutel, einen Korb oder Rucksack dabei hast, dann brauchst du keine Plastiktüten und auch keinen weiteren Stoffbeutel oder Papiertüten zu kaufen, auch sie verbrauchen zur Herstellung Rohstoffe. Vorhandene Plastiktüten kann man übrigens auch mehrfach verwenden.

Zum Einkauf von Obst und Gemüse empfiehlt sich ein kleiner Stoffbeutel mit Zugband (in 2018 wurden in Deutschland 3 Milliarden dünne Plastiktüten – sog. Hemdchenbeutel – verbraucht).

Zum Einkauf von Fleisch, Wurst, Käse, etc. eigene Verpackungen mitbringen.

Kaufe Brötchen beim Bäcker statt welche zum Aufbacken in Plastikverpackung.

Kaufe Taschentücher nicht in einzelnen plastikverpackten Päckchen, sondern in einem Kartonspender.

Verwende Seifenstücke statt Flüssigseife im Plastikspender.

Verwende Nachfüllpackungen.

Verwende Akkus oder Geräte mit Stromanschluss und spare so Batterien.

Unterschreib die Petition, die das Spenden von Lebensmitteln durch Gewerbetreibende einfacher machen soll => Link

Kaufe auch kein Bioplastik, denn es ist nur selten rückstandslos abbaubar.

Unterschreib die Petition, die Plastik-Konfetti verbieten will => Link

Boykottiere den Kauf unnötig mehrfach verpackter Produkte, wie z.B. die Zahnpastatube, die nochmals mit einer Papierverpackung versehen ist.

Unterschreib die Greenpeace-Petition zum Verbot vom Zusatz von Mikro- und Nanoplastik zu zahlreichen Verbraucherprodukten, etwa Kosmetik und Reinigungsprodukten  => Link

Verzichte zu Hause auf Kaffeemaschinen, die mit Pads funktionieren, dieser Müll muss nicht sein. Wenn du eine solche Maschine schon hast, dann wechsle auf wiederbefüllbare Kaffeekapseln, die es inzwischen gibt. So kannst du bestimmen, welches Kaffeepulver (am besten Öko und Fairtrade) du nimmst und du kannst die Stärke des Kaffees selbst bestimmen.

Coffee-to-go kann lecker sein – aber bitte nicht in einem Wegwerfbecher. Wenn du nicht die Zeit hast, deinen Kaffee im Sitzen zu genießen, dann bring dir deinen eigenen Thermo-Kaffeebecher mit.

Unterschreib die Petition für ein Mehrwegsystem für Coffee to go-Becher => Link

Kaufe Getränke nicht in Einwegverpackungen. Und möglichst auch nicht in Plastikflaschen, denn diese geben (insbesondere bei säurehaltigen Getränken) Weichmacher in die Flüssigkeit ab, die gesundheitsschädlich sind (auch wenn die Hersteller das abstreiten – es gibt inzwischen genügend wissenschaftliche Studien, die das belegen). Glasflaschen sind zwar schwerer zu tragen, die Gesundheit und der Umweltschutz sollte einem das aber wert sein. In Deutschland werden noch immer jährlich 17,4 Milliarden Einwegplastikflaschen für Getränke nach einmaligem Gebrauch weggeworfen.

Unterschreib die Petition, die eine Ausweitung des Pfandsystems auf alle Einweg-PET-Flaschen fordert => Link

Überlege vor dem Einkauf, was du wirklich brauchst und wie du deinen Rohstoffverbrauch senken kannst. Auch Kleinigkeiten machen da einen Unterschied. Der beste Müll ist der Müll, der gar nicht erst entsteht.

Kaufe zeitlose Produkte statt kurzlebiger Modetrends.

Lass kaputte Geräte im Reparatur-Café reparieren.

Gib Dinge weiter, die du nicht mehr brauchst oder nicht mehr haben willst,  verkaufe sie oder spende sie, z.B. bei Packmer’s oder im Tierheim Forchheim oder im Verschenkemarkt des Landratsamtes.

Vermeide Alufolien und Alu-Grillschalen, denn sie geben Alu-Ionen ab, die für den Körper schädlich sind. Außerdem verbraucht die Produktion sehr viel Energie.

Verwende Bienenwachstücher statt Alufolie oder Frischhaltefolie zum Verpacken von Lebensmitteln.

Wenn du (im Sommer) ein Eis isst, dann nimm es in der Waffel statt im Becher mit Plastiklöffel.

Vermeide Einweg-Produkte, z.B. bei Getränken, Feuerzeugen, Kugelschreibern und Ähnlichem.

Vorhandene Plastiktüten kann man übrigens auch zum Einkaufen mehrfach verwenden oder um Müll von der Straße aufzusammeln.

Zigarettenkippen unterwegs nicht einfach auf den Boden werfen, sondern nur in Mülleimer. Hintergrund: Zigarettenfilter sind aus Kunststoff und verrotten erst nach Jahren und das Nikotin aus Tabakresten vergiftet Kleinstlebewesen im Boden. Und brennende Kippen können sogar Brände auslösen. Nähere Einzelheiten findest Du hier und auch hier.

Unterschreib die Petition, die Pfand auf Zigarettenschachteln und Zigaretten fordert => Link

Auch anderen Müll (Kaugummipapier, Getränkeflaschen, leere Zigarettenpackungen, Taschentücher etc.) unterwegs nicht einfach fortwerfen, sondern nur in Mülleimer, ggf. halt erst zu Hause entsorgen.

Bei Spaziergängen und Wanderungen herumliegenden Müll einsammeln und in der heimischen Mülltonne entsorgen – da müsste genug Platz sein, wenn die obigen Tipps beherzigt wurden.

Unterschreib die Petition an Amazon für kunststofffreie Verpackungen => Link

Und was am Ende doch an Müll anfällt: sorgfältig trennen und in die dafür vorgesehenen Tonnen geben oder zum Recyclinghof schaffen.

Zero-Waste-Deutschland ist eine Community, die Informationen rund um das Thema Zero Waste anbietet, auch getestete Produkte und Einkaufsmöglichkeiten.

Weitere Infos zur Müllvermeidung gibt es auch für Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen unter Zero-Waste-Helden.

Wenn du mehr zu (Mikro-)Plastik und Klimaschutz erfahren willst, findest du hier spannende Literatur:
* Plastikfrei Einkaufen
 – Ein Ratgeber vom BUND (*.pdf*-Datei, 1,1 MB) 

* Plastic and Climate – in Englisch – (*.pdf*-Datei, 15 MB) 
* Plastikatlas 2019 Auflage – Daten und Fakten rund ums Plastik (*.pdf*-Datei, 1,8 MB)

Transition Forchheim
Alltag FairÄndern und das Klima schützen

 

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