Die ökologische Krise

Neben der Klimakrise stellt der Verlust von Natur die zweite ökologische Menschheitsherausforderung dar. Intakte Ökosysteme speichern große Mengen Kohlenstoff und tragen außerdem zur Anpassung an den Klimawandel bei. Gesunde Wälder speichern Wasser und Flussauen halten Hochwasser zurück. Intakte Meere dämmen durch CO2-Absorbierung die Folgen des Klimawandels ein. Um unser Klima zu retten, müssen wir die Zerstörung unserer Natur und der darin lebenden Arten beenden, und zwar so schnell wie möglich!

Nun hat es die neue Bundesregierung in der Hand, unsere Bienen, den Jaguar, den Ostsee-Schweinswal und unzählige weitere bedrohte Tiere und Pflanzen wirksam zu schützen und vor dem Aussterben zu bewahren und die Versäumnisse aus der Vergangenheit endlich anzupacken und den Erhalt der biologischen Vielfalt zur Priorität zu machen. Ein Neustart der Naturschutzfinanzierung mit mindestens zwei Milliarden Euro pro Jahr ist mehr als überfällig. Moore, Wälder und Gewässer müssen großflächig renaturiert, Schutzgebiete aufgewertet und ökologische Mindeststandards in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft endlich durchgesetzt werden. Die EU-Agrarmilliarden müssen im Sinne des Klima- und Umweltschutzes umverteilt und Landwirtinnen und Landwirte für ökologische Leistungen honoriert werden.

Dazu gehört auch das endgültige Verbot von Glyphosat, jenem Unkrautvernichter, der nach den geltenden EU-Standards so wie von der Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation WHO als „wahrscheinlich krebserregend“ hätte eingestuft werden müssen. Lesen Sie dazu den Glyphosat-Report des BUND.

Um Druck auf die Politik auszuüben, unterstützen wir hier verschiedene Petitionen:

Regenwald-PetitionStoppt die illegale Holzfällung in Nigeria

Eine neue Welle der Zerstörung schlägt überdem Regenwald im Cross River State zusammen, der zu den wenigen verbliebenen Wäldern in Nigeria gehört. In diesen letzten Regenwäldern Nigerias recken sich spektakuläre Bäume in den Himmel. Der Dschungel ist Lebensraum von Gorillas, Schimpansen und Elefanten. Doch grassierender, illegaler Holzeinschlag und eine Holzfällerstraße zerstören diese Wälder. Indigene organisieren den Widerstand und brauchen internationale Unterstützung.

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Keine Büsche und Bäume in Großkraftwerken verfeuern

Für die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen haben die Deutsche Umwelthilfe und ROBIN WOOD ein wichtiges Anliegen: Unterstützt von Peter Wohlleben möchten wir die Verbrennung von Holzbiomasse in umgebauten Kohlekraftwerken verhindern. Genau das soll jetzt zum Beispiel in Wilhelmshaven und Hamburg geschehen! Deshalb: Helft uns und unterschreibt diese Petition an die Betreibenden der Großkraftwerke und die zuständigen Umweltbehörden! Stoppt die Pläne für Holzverbrennung in Kohlekraftwerken in Deutschland!
Es klingt wie ein schlechter Scherz: Hierzulande sollen Kohlekraftwerke umgerüstet werden und fortan gigantische Mengen an importierter Holzbiomasse aus industrieller Abholzung verfeuern. Damit wird der Kohleausstieg zwar realisiert, unserem Planeten jedoch weiterhin großer Schaden zugefügt. Wichtige Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen gehören geschützt, nicht zerstört und verbrannt! 

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Umweltzerstörung ins Strafgesetzbuch

“Schwerste Verbrechen, welche die Welt als Ganzes berühren, dürfen nicht unbestraft bleiben“, das steht im Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofs. Aber Verbrechen an unseren Ökosystemen, an unseren natürlichen Lebensgrundlagen, an unserem Klima bleiben derzeit noch weitestgehend unbestraft, obwohl sie die Welt als Ganzes berühren. Das muss sich ändern. Wir fordern die Einführung des Straftatbestandes des Ökozids sowohl in das deutsche Strafgesetzbuch als auch auf internationaler Ebene. Wir wollen, dass die Verantwortlichen für Umwelt- und Klimaverbrechen endlich persönlich zur Rechenschaft gezogen werden können! Deshalb fordern wir, dass der Ökozid als fünftes Verbrechen gegen den Frieden am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag geahndet wird. In Deutschland muss der Ökozid deshalb als Verbrechen in das deutsche Strafrecht aufgenommen werden. Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, eine Gesetzesänderung zu beschließen, um den Straftatbestand des Ökozids umgehend als Verbrechen in das deutsche Strafrecht aufzunehmen und sich für die Aufnahme des Ökozids als 5. internationales Verbrechen gegen den Frieden in das Römische Statut des Internationalen Strafgerichtshof auszusprechen.

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Klimakiller-Pakt kündigen!

Die Kohle-, Öl- und Gaslobby hat eine Geheimwaffe: den Energiecharta-Vertrag (ECT). Er macht Milliardenklagen vor geheimen Schiedsgerichten möglich, sollte Deutschland den Klimaschutz endlich energisch angehen. Der Vertrag ist so schlimm wie TTIP und CETA, aber schon lange in Kraft. Kaum jemand kennt das Abkommen, doch angesichts der Klimakatastrophe entfaltet es jetzt eine fatale Wirkung. Der Pakt zwischen 53 Staaten verhindert, dass fossile Kraftwerke schnell abgeschaltet werden können, bei uns und europaweit. Denn er ermöglicht ausländischen Konzernen enorme Entschädigungsklagen vor geheim tagenden Schiedsgerichten, die Regierungen in den letzten Jahren zu Entschädigungen in Höhe von 51,2 Milliarden US-Dollar verurteilt haben. Viele weitere Fälle sind noch offen. Jetzt gibt es eine Chance, die Klagewelle zu stoppen: Frankreich und Spanien wollen, dass die EU-Staaten den Pakt kündigen – doch noch Deutschland.

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Giftexporte nach Afrika, Asien und Süd- und Lateinamerika stoppen!

Es ist ein schamloses Geschäft: Deutsche Chemiekonzerne wie Bayer und BASF exportieren Pestizide nach Afrika, Asien und Lateinamerika, die so gefährlich sind, dass sie in der EU verboten sind. Sie nutzen damit aus, dass die Zulassung von Pestiziden in Ländern des globalen Südens oft weniger streng ist als in Europa. Dies geschieht auf Kosten der Umwelt und der ländlichen Bevölkerung. Millionen BäuerInnen, PlantagenarbeiterInnen und AnwohnerInnen und deren Kinder in den Anbaugebieten bezahlen das mit ihrer Gesundheit: Sie erleiden Pestizidvergiftungen, langfristige gesundheitliche Schäden und chronische Erkrankungen wie Krebs.

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Abbau umweltschädlicher Subventionen 

Umweltschädliche Subventionen belasten die Bürgerinnen und Bürger doppelt: Auf der einen Seite muss der Staat mehr ausgeben, weil er an Unternehmen und Privatpersonen Finanzhilfen zahlt, oder er bekommt weniger Einnahmen, weil er ihnen Steuernachlässe gewährt. Auf der anderen Seite wird der Staat zunehmenden Mehrausgaben infolge von Umweltzerstörung, Klimakatastrophe, Schäden an Wasser, Boden oder Luft, bis hin zur Erhöhung der Flächeninanspruchnahme und dem Verlust der biologischen Vielfalt sowie Gesundheitsschäden gegenüberstehen. Denn die Verursacher von Umweltschäden tragen einen Teil der Kosten der Produktion und des Konsums nicht selber. Sie bürden sie stattdessen dem Staat und der Gesellschaft auf. Daher müssen diese umweltschädlichen Subventionen schnellstens abgeschafft werden!

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Abbau umweltschädlicher Subventionen

EU: Waldzerstörende Produkte verbieten!

Die Hälfte der Wälder unserer Erde ist jetzt verschwunden15 MILLIARDEN Bäume werden jedes Jahr gefällt – das sind 476 pro Sekunde. Regenwälder, Dschungel und Waldflächen werden abgeholzt, um Platz für immer mehr Viehzucht, Palmölplantagen und den Anbau von Sojabohnen zu schaffen. Doch jetzt haben wir eine einmalige Gelegenheit, das zu ändern. Die EU erwägt ein neues Gesetz zum Verbot aller Produkte, die mit der Vernichtung von Wäldern zusammenhängen. Wenn das Gesetz verabschiedet wird, könnte die EU als riesiger Markt die größten Unternehmen der Welt zu Veränderungen zwingen und so zur Umgestaltung weltweiter Lieferketten und zu der Rettung unserer Wälder, Feuchtgebiete und Sümpfe beitragen. Die Erde braucht dieses Gesetz – sorgen wir also dafür, dass es kommt!

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Amazonas schützen – Mercosur-Abkommen stoppen

Das EU-Mercosur-Abkommen zwischen der Europäischen Union und Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay steht kurz vor dem Abschluss. Der Deal soll Zölle auf Agrarprodukte wie Rind- und Geflügelfleisch, Zucker sowie Bioethanol senken. Für diese Produkte wird in der Amazonasregion immer weiter Regenwald zerstört – häufig durch Brandrodung. Die riesige Artenvielfalt im Amazonas-Regenwald und im Pantanal wird dadurch bedroht: Jaguare, Faultiere und viele andere Tierarten werden verdrängt oder sterben in den Feuern. Wir müssen uns als Teil der Natur begreifen, statt sie immer weiter zu zerstören!

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Nein zu Gentechnik im Wald

Die Gentechnik-Branche arbeitet in den USA an einem perfiden Plan, die umstrittene Technologie hoffähig zu machen. Sie deklariert den Eingriff in das Erbgut von Bäumen zum Mittel, bedrohte Arten und Wälder zu retten. Im Zentrum des Plans steht die Amerikanische Kastanie. Anfang des vergangenen Jahrhunderts hat eine Pilzerkrankung diese Baumart so sehr dezimiert, dass im Osten der USA und Kanadas nur noch wenige ausgewachsene Exemplare stehen. Forscher haben daher das Erbgut von Kastanien derart manipuliert, dass die Baumart gegen die Erkrankung resistent sein soll. Doch der Plan ist gefährlich. Er wäre ein unumkehrbares Experiment, dessen Folgen niemand abschätzen kann. Wälder sind hoch komplexe Lebensgemeinschaften. Es gibt keine Langzeitstudien darüber, wie gentechnisch veränderte Bäume mit vielfältigen Ökosystemen, Insekten, Vögeln und anderen Wildtieren interagieren.
Das wahre Ziel des Plans ist ein Dammbruch: Genehmigungen für genmanipulierte Baumarten dürften danach zum Selbstläufer werden. Dann geht es nicht um den noblen Schutz einer ikonischen Art, sondern um knallharte Wirtschaftsinteressen etwa der Zellstoff- und Pellettindustrie. Die Lüge von Gentechnik als Waldretter hätte Erfolg – obwohl ein großer Teil der Bevölkerung den Eingriff ins Erbgut ablehnt.

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Stoppt das Bienensterben! Wir brauchen eine andere Art von Landwirtschaft!

1990 gab es noch 1,1 Millionen Honigbienen-Völker in Deutschland. In nur 25 Jahren sind sie auf nur noch etwa 700.000 Völker geschrumpft. Von den rund 560 Wildbienenarten in Deutschland ist bereits über die Hälfte stark bedroht. Deshalb startete Sarah Wiener gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) diese Petition und fordert die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, endlich etwas gegen das massive Bienensterben zu unternehmen. Wir brauchen eine andere Art von Landwirtschaft! Schluss mit Überdüngung, Pestiziden und der intensiven Flächennutzung!

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Agrarsubventionen ab jetzt nur noch für umweltfreundliche Produktion!

Jährlich werden in Europa 58 Mrd. € für Agrarsubventionen ausgegeben. Prinzipiell spricht auch nichts dagegen. Ein großes ABER gibt es jedoch. Die Aufteilung der Förderung ist unsinnig aus der Sicht des Umweltschutzes und auch nicht besonders ausgereift aus der Sicht der Effizienz und der Nahrungsmittelproduktion. Die Fördergelder werden nach Fläche aufgeteilt. Bedeutet: Je mehr Fläche ein Landwirt besitzt, desto mehr Förderung erhält dieser. Klingt erstmal nicht so schlecht. Dabei ist aber überhaupt nicht bewertet, wie ökologisch der Bauer sein Land bestellt.

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Transition Forchheim
Alltag FairÄndern und das Klima schützen

 

Omas for Future
Handeln aus Liebe zum Leben