Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht 
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Petitionen
zu gesellschaftspolitischen Themen

Hier haben wir Petitionen zusammengestellt, die sich mit gesellschaftlichen Themen und insbesondere solchen, die die Menschen direkt betreffen, beschäftigen. Der Mensch ist ein soziales Wesen und daher sind die Bedingungen, unter denen wir zusammenleben, ein wichtiger Faktor für unser Wohlbefinden. Hier geht es um Menschenrechte, um Grundrechte auf Wasser und Nahrung, um faire Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung, und auch um Gesundheit, Entscheidungsfreiheit und demokratische Rechte.

Schau dir unsere Auswahl an, und zeichne bei all denen mit, die auch du für sinnvoll hältst. Und verbreite sie bitte auch weiter, denn je mehr Menschen mitzeichnen, umso größer ist die Chance, das Ziel der Petition zu erreichen. Und wenn du hier eine Petition vermisst, die dir wichtig ist: schreib uns eine Mail mit einem entsprechenden Link und dann ergänzen wir unsere Liste.

Danke, dass du dich für das Wohl der Erde und ihrer Bewohner einsetzt.

Greenpeace: Recht auf gesunde Lebensmittel für alle 
Alle Menschen sollten ein Recht auf gesunde Ernährung haben, dies sollte keine Frage des Einkommens sein, sondern für jede und jeden verfügbar.  Damit das gelingen kann muss frisches Obst und Gemüse bezahlbar und überall verfügbar sein, ob im Supermarkt, Restaurant oder in der Kita. Bei tierischen Lebensmitteln muss es größtmögliche Transparenz über ihre Herkunft und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit von Verbraucher:innen geben. Krankmachende Haltungsbedingungen, bei denen Tiere zu wenig Platz haben und mit Antibiotika vollgestopft werden, darf es nicht länger geben. Darum muss der gesetzliche Mindeststandard für die Haltung von Schweinen, Kühen und Co. deutlich angehoben werden. Aber nicht nur wir Menschen, sondern auch unser Planet und alle Arten haben ein Recht darauf, gesund zu leben. Wir dürfen nicht länger Raubbau betreiben, und mit Billigfleisch und Pestiziden die Klima- und Artenkrise verschärfen. 
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Petition von Abgeordnetenwatch: Abgeordnetenbestechung bestrafen
Alfred Sauter und Georg Nüßlein, die Hauptprotagonisten der Maskenaffäre, kommen wahrscheinlich straffrei davon und dürfen ihre Masken-Honorare behalten. Der Fall zeigt erneut: Der Kauf von Einfluss auf die Politik ist in Deutschland legal. Denn das Gesetz hat riesige Schlupflöcher. Der Straftatbestand der Abgeordnetenbestechung wird in Paragraph 108e des Strafgesetzbuches geregelt. In diesem ist festgelegt, dass korrupte Abgeordnete nur bestraft werden können, wenn sie „bei der Wahrnehmung ihres Mandates“ und „im Auftrag oder auf Weisung“ gehandelt haben. Außerdem greift das Gesetz nicht, wenn Abgeordnete erst nach ihrer Mandatszeit von einem gewährten Vorteil profitieren. Diese Formulierungen führen dazu, dass das Gesetz praktisch wirkungslos bleibt: Helft uns, das zu ändern! Fordert mit uns die Reform des Paragraphen 108e!
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WeMove: Keine Patente auf Saatgut
Unsere Lebensmittel gehören einer Handvoll Konzerne. Sie entscheiden, was Landwirt:innen anbauen dürfen und wie viel wir dafür bezahlen müssen. Riesige Unternehmen wie Bayer-Monsanto und Carlsberg können dies tun, weil sie unser Saatgut patentieren: von Melonen und Tomaten bis hin zu Gerste, aus der Bier hergestellt wird. Die Gier von Konzernen wie Bayer-Monsanto und Carlsberg bedroht die Zukunft von Tausenden von Bauernhöfen. Sie kämpfen mit aller Macht, um sich das Eigentum an Dutzenden von Kulturpflanzen zu sichern – wie der Gerste, die zur Bierherstellung und als Tierfutter verwendet wird. Letztes Jahr wurden in Europa 55 Millionen Tonnen Gerste angebaut. Da es jedem und jeder freisteht, solches Saatgut anzubauen, können die Landwirt:innen vor Ort ihre Familien ernähren und dafür sorgen, dass unsere Regale mit frischen Produkten zu fairen Preisen gefüllt sind. Deshalb müssen wir uns weiter dafür einsetzen, dass die Regeln wasserdicht sind und Patente auf Saatgut ein für alle Mal abgeschafft werden. Fordern Sie deshalb unsere Minister*innen auf, die Konferenz einzuberufen und Patente auf Saatgut zu stoppen!  Link zur Petition

Milliardäre höher besteuern
Die 10 reichsten Menschen der Welt haben laut einer Oxfam Studie seit Beginn der Corona Pandemie ihr Vermögen verdoppelt, während mehr als 160 Millionen Menschen um ihre Existenzgrundlage kämpfen und sehr viele sie schon verloren haben und in große Armut fallen. Es wird Zeit für eine drastische Erhöhung der Einkommens- und Vermögenssteuer für Millionäre und Milliardäre. Die volkswirtschaftlichen Schäden durch die Pandemie gehen sicherlich schon jetzt in die zig Milliarden, während die Superreichen sich wie in einem Goldrausch bedienen. Diese Mittel fehlen bei der Beseitigung der Schäden durch die Pandemie und bei der dringenden Transformation des Energiebedarfs hin zu regenerativen Energieformen. Eine Erhöhung des Beitrages der Superreichen hierzu kann substantiell helfen. Die Studie forderte von den Regierungen weltweit, Konzerne und Superreiche zur Finanzierung sozialer Grunddienste stärker zu besteuern und die Wirtschaft am Gemeinwohl auszurichten. Da muss Deutschland unter der Ampelregierung jetzt handeln. Link

Abbau umweltschädlicher Subventionen 

Umweltschädliche Subventionen belasten die Bürgerinnen und Bürger doppelt: Auf der einen Seite muss der Staat mehr ausgeben, weil er an Unternehmen und Privatpersonen Finanzhilfen zahlt, oder er bekommt weniger Einnahmen, weil er ihnen Steuernachlässe gewährt. Auf der anderen Seite wird der Staat dadurch zunehmenden Mehrausgaben infolge von Umweltzerstörung, Klimawandel, Schäden an Wasser, Boden oder Luft, bis hin zur Erhöhung der Flächeninanspruchnahme und dem Verlust der biologischen Vielfalt sowie Gesundheitsschäden gegenüberstehen. Denn die Verursacher von Umweltschäden tragen einen Teil der Kosten der Produktion und des Konsums nicht selber. Sie bürden sie stattdessen dem Staat und der Gesellschaft auf.

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Abbau umweltschädlicher Subventionen

Für einen sozial-ökologischen New Deal: Klimapolitik als Bürgerbewegung gestalten!

Die Coronakrise zeigt schmerzlich: Die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen basieren auf stabilen Versorgungsinfrastrukturen. Diese basieren ihrerseits auf intakten Ökosystemen. Die Klimakatastrophe stellt diese Sicherheit grundlegend in Frage und ihre Lösung muss deshalb im Zentrum eines Konjunkturprogramms zur Revitalisierung der Ökonomie nach Corona stehen. Diese Revitalisierung muss, will sie erfolgreich und nachhaltig sein, den Umfang eines sozial-ökologischen New Deals haben.

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Wir brauchen mehr Klimaschutz im Fernsehen! #Klimavor8 statt Börse vor Acht!

Wer hat in Deutschland Aktien? Wir nicht. Und wir sind nicht die einzigen, denn nur 6 % der Deutschen investieren direkt am Aktienmarkt. Wir heißen Lea und Sabrina, sind 20 und 22 Jahre alt und uns interessiert wie viele andere nicht primär der aktuelle Börsenkurs, sondern vielmehr der Erhalt und die Sicherung unserer Zukunft. Die Klimakrise ist die größte Herausforderung unserer Zeit und es bedarf dringend eines umfassenden gesellschaftlichen Wandels. Deshalb fordern wir von den öffentlich-rechtlichen Medien, ihre beste Sendezeit verstärkt der Problemlage und möglichen Lösungen zu widmen.
Dann hieße es: Klima vor acht – Das Erste. Täglich um 19:55 Uhr: Aktuelles vom Klima. Wie geht es den Betroffenen der Klimakrise? Wie steht es um die Erreichung der Klimaziele?

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Amazonas schützen – Mercosur-Abkommen stoppen

Das EU-Mercosur-Abkommen zwischen der Europäischen Union und Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay steht kurz vor dem Abschluss. Der Deal soll Zölle auf Agrarprodukte wie Rind- und Geflügelfleisch, Zucker sowie Bioethanol senken. Für diese Produkte wird in der Amazonasregion immer weiter Regenwald zerstört – häufig durch Brandrodung. Die riesige Artenvielfalt im Amazonas-Regenwald und im Pantanal wird dadurch bedroht: Jaguare, Faultiere und viele andere Tierarten werden verdrängt oder sterben in den Feuern. Wir müssen uns als Teil der Natur begreifen, statt sie immer weiter zu zerstören!

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Wasser für Alle! Menschenrechte auf Wasser und Sanitärversorgung jetzt umsetzen!

Wie wichtig ist Dir Wasser? Neben der Luft, die wir atmen, ist Wasser die wichtigste Grundlage unseres Lebens. Wie wichtig ist Dir Dein Klo? Oder machst Du lieber einen Haufen hinter die nächste Hecke, wenn Du mal musst? Deswegen setzen sich Viva con Agua und viele andere zivilgesellschaftliche Organisationen dafür ein, die Menschenrechte auf Wasser und Sanitärversorgung für alle Menschen weltweit klar und wahr zu machen. Eine Welt ohne Durst ist möglich. Eine Welt ohne Kacken im Freien ist möglich. Um das Mögliche wahr zu machen, müssen wir alle jetzt mehr machen. 

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Risse im AKW Neckarwestheim – daher Block 2 abschalten! SOFORT!

Wir fordern den Umweltminister von Baden-Württemberg – Franz Untersteller – auf, die am 22.9.2019 erteilte Genehmigung zum Weiterbetrieb von Block 2 des Atomkraftwerkes Neckarwestheim unverzüglich aufzuheben! Das AKW weist schwerwiegende Mängel auf; der Weiterbetrieb ist nicht mehr zu verantworten! 

Im AKW Neckarwestheim Block II von EnBW sind Hunderte Risse in Dampferzeugerrohren aufgetreten. Dieses AKW zwischen Stuttgart und Heilbronn ging 1989 ans Netz und soll – nach dann 34 Betriebsjahren – als letztes deutsches AKW erst am 31.12.2022 abgeschaltet werden.

Als Folge einer jahrelangen fehlerhaften Betriebsweise sind die Heizrohre der Dampferzeuger, die das hochradioaktive Primärkreiswasser des Reaktorkreises führen, von Spannungsriss- und Lochfraß-Korrosion betroffen. Der Betreiber EnBW gibt an, der „sichere Weiterbetrieb“ sei „garantiert“. Aber selbst der TÜV schließt in seinem Prüfbericht vom 12.9.19 einen „wanddurchdringenden Riss“ nicht aus.

Dennoch hat das Umweltministerium von Baden-Württemberg den Weiterbetrieb dieser abgenutzten und überalterten Reaktor-Anlage Neckarwestheim genehmigt.

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Greenpeace Meeresschutz-Petition für ECHTEN Meeresschutz!

Überfischt, zu laut, zu schmutzig – Küstenländer und Regierung versagen beim Meeresschutz vor unserer Haustür: auch in den ausgewiesenen Schutzgebieten der Nord- und Ostsee fahren tausende Schiffe, wird Sand und Kies abgebaut, Krabbenfischer schleifen ihre Netze über den Boden und in kilometerlangen Stellnetzen ertrinken Schweinswale und tausende Seevögel. Dies zeigt auch der aktuelle Report von Greenpeace zum Zustand von Nord- und Ostsee, wo Greenpeace derzeit mit seinem Aktionsschiff Beluga II für echte Schutzgebiete kämpft. Für die marine Artenvielfalt brauchen wir echte Schutzgebiete ohne menschliche Ausbeutung. Die zerstörerische Fischerei in den Schutzgebieten muss von Bundeslandwirtschafts- und Fischereiministerin Julia Klöckner (CDU) verboten werden!

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Stoppt das Bienensterben! Wir brauchen eine andere Art von Landwirtschaft!

1990 gab es noch 1,1 Millionen Honigbienen-Völker in Deutschland. In nur 25 Jahren sind sie auf nur noch etwa 700.000 Völker geschrumpft. Von den rund 560 Wildbienenarten in Deutschland ist bereits über die Hälfte stark bedroht. Deshalb startete Sarah Wiener gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) diese Petition und fordert die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, endlich etwas gegen das massive Bienensterben zu unternehmen. Wir brauchen eine andere Art von Landwirtschaft! Schluss mit Überdüngung, Pestiziden und der intensiven Flächennutzung!

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Lebensmittel retten muss einfacher werden. Rechtssicherheit bei Lebensmittelspenden!

Das Wegwerfen von Lebensmitteln muss teurer sein als das Weitergeben. Das sollte selbstverständlich sein. Doch jede Sekunde landen in Deutschland 571 kg Lebensmittel in der Tonne. Theoretisch wären viele Händler dazu bereit, Essen zu spenden oder im Geschäft selbst ein Regal aufzustellen, in dem zwar abgelaufene, aber noch genießbare Lebensmittel verschenkt werden. Aber was viele nicht wissen: Auch bei Lebensmitteln, die Supermärkte oder Gastronomen kostenlos abgeben, müssen sie für gesundheitsschädliche Folgen haften. Gleiches gilt für Menschen, die Essen retten und nicht nur von privat zu privat, sondern an Bedürftige, Obdachlosenheime oder in öffentlich zugängliche Fair-Teiler weitergeben. Sie werden als Lebensmittelunternehmen eingestuft und stehen in der Haftung. Die rechtliche Unsicherheit schreckt viele ehrenamtliche Helfer ab, obwohl sie gerade jetzt so sehr gebraucht werden.

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Nachhaltige Mehrwertsteuer-Reform – ökologische Wende für Nahrung, Kleidung, Verkehr und Energie

Reform der Mehrwertsteuer, indem sie an Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtet wird.
In den Bereichen Verkehr, Energie- und Nahrungserzeugung sowie bei Haushaltsgeräten sollen dadurch die ökologischen Folgekosten berücksichtigt und nachhaltige Produkte weniger belastet werden. Außerdem soll dadurch ein dauerhaft wirksames Instrument für besseren Tierschutz und faire Arbeitsbedingungen geschaffen werden.

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Agrarsubventionen ab jetzt nur noch für umweltfreundliche Produktion!

Jährlich werden in Europa 58 Mrd. € für Agrarsubventionen ausgegeben. Prinzipiell spricht auch nichts dagegen. Ein großes ABER gibt es jedoch. Die Aufteilung der Förderung ist unsinnig aus der Sicht des Umweltschutzes und auch nicht besonders ausgereift aus der Sicht der Effizienz und der Nahrungsmittelproduktion. Die Fördergelder werden nach Fläche aufgeteilt. Bedeutet: Je mehr Fläche ein Landwirt besitzt, desto mehr Förderung erhält dieser. Klingt erstmal nicht so schlecht. Dabei ist aber überhaupt nicht bewertet, wie ökologisch der Bauer sein Land bestellt.

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Forchheim for Future
Alltag.Fair.Ändern und das Klima schützen

   

Omas for Future
Handeln aus Liebe zum Leben