Es ist nicht genug zu wissen – man muss auch anwenden.
Es ist nicht genug zu wollen – man muss auch tun.
Johann Wolfgang von Goethe

To do = Tu du es!

Auf dieser Seite wollen wir Möglichkeiten vorstellen, wie jeder im Alltag ohne großen Aufwand etwas in Richtung auf mehr Nachhaltigkeit tun kann. Viele dieser Ideen sind nicht neu – dennoch ist es vielleicht hilfreich, mal wieder an sie zu erinnern.
Und nicht vergessen: Auch wenn man in einer nichtnachhaltigen Welt nicht 100% nachhaltig leben kann, ist jeder kleine Schritt besser als Nichtstun!

Wasserverbrauch:

Wasser ist ein kostbares Gut und durch die letzten trockenen Sommer wird uns dies auch hierzulande zunehmend bewusst. Um auch hierzulande Wasser nicht unnötig zu vergeuden, hier ein paar Tipps:

  • Duschen verbraucht weniger Wasser als Baden – vorausgesetzt, man duscht kürzer als 10 Minuten. Während des Einseifens sollte man das Wasser übrigens abstellen.
  • Wenn man seine Wasserhähne mit einem Strahlregler bestückt, mischt dieser dem Wasserstrahl Luft bei und reduziert den Wasserdurchlauf, ohne dass man dafür auf Komfort verzichten muss.
  • Die Toilettenspülung ist einer der größten Wasserfresser im Haushalt. Durch die Nutzung der Spülstopp-Taste kann der Verbrauch dramatisch gesenkt werden – und das macht sich auch in der Wasserrechnung bemerkbar.
  • Wenn Wasserhähne oder die Toilettenspülung tropfen, wird viel Wasser vergeudet, daher immer schnellstmöglich die defekten Dichtungen wechseln.
  • Beim Zähneputzen oder Rasieren das Wasser nicht laufen lassen, sondern abstellen, denn in drei Minuten laufen rund 20 Liter ungenutzt in den Abfluss.

Energie:

  • Grundbedingung für nachhaltige Energieverwendung ist die Wahl eines ökologischen Stromanbieters, der ausschließlich Ökostrom anbietet, wie z. B. Elektrizitätswerke Schönau, Greenpeace, Naturstrom, u.Ä. Dieser Strom ist zwar unter Umständen etwas teurer, aber dies liegt daran, dass Strom aus Atomkraft und Kohle staatlich subventioniert werden. Der Kohleabbau zerstört die Landschaft und insbesondere bei Atomstrom gehen die Kosten der Entsorgung und des Rückbaus von AKWs nach deren Stilllegung zu Lasten der Steuerzahler und sind damit extrem unsozial. Der monetäre Preis sollte nicht immer das ausschlaggebende Kriterium sein.
  • Der Standby-Modus verbraucht bis zu 15% Strom. Daher möglichst alle Geräte durch Steckerziehen oder eine Mehrfachsteckdose mit Kippschalter ausschalten.
  • Schalte auch den PC und Monitore und Drucker ganz ab, wenn du sie nicht benutzt. Oft bleiben diese in Büros auch am Wochenende und ihm Urlaub auf Standby-Betrieb.
  • Schalte das Licht in Räumen aus, in denen du dich gerade nicht aufhältst.
  • Kochen sollte man immer mit Deckel, damit spart man etwa 30% Energie. Sehr sparsam sind auch Dampfkochtöpfe.
  • Heißes Wasser  für Tee o.Ä. im Wasserkocher statt auf der Herdplatte zu erhitzen, spart erhebliche Energie.
  • Beim Neukauf eines Kochfeldes ist Induktion angeraten, da diese im Gegensatz zu normalen Herdplatten nach dem Abschalten keine Restwärme abgeben. Falls du kein Induktionsfeld hast, nutze diese Restwärme, indem du die Herdplatte vor Ende der Kochzeit ausschaltest.
  • Beim Backofen Umluft benutzen und auf das Vorheizen verzichten. Dafür die Backzeit um einige Minuten verlängern. Das spart trotzdem noch bis zu 20% Energie.
  • Schalte die Spülmaschine erste in, wenn sie voll ist.
  • Verzichte auf unnötige Elektrogeräte wie batteriebetriebene Pfeffer- oder Salzmühlen, elektrische Dosenöffner u.Ä.
  • Wenn Elektrogeräte  kaputt gehen, ersetze sie durch energiesparendere. Solange sie aber funktionieren, verzichte auf den Ersatz, denn zur Herstellung der Geräte wird im Regelfall mehr CO2 freigesetzt als du durch ihren Betrieb einsparen kannst.
  • Kaputte Leuchtmittel sollten durch energiesparende LEDs ersetzt werden. Aber Achtung: Es gibt Lampen mit LEDs zu kaufen, wo man die LEDs nicht austauschen kann und die ganze Lampe wegwerfen muss, wenn die LED kaputt geht. Solche Einweg-Lampen sollte man keinesfalls kaufen!!
  • Beim Wäschewaschen kann man durch niedrigere Temperaturen Energie sparen. Bei 40° statt 60° kann man bis zu 45% und bei 30° statt 40° bis zu 40% sparen.
  • Wäschetrockner sind nicht nötig, sie verbrauchen viel Energie – die Wäsche trocknet auch an der Luft.
  • In der kalten Jahreszeit überlegen, welche Räume wie warm sein sollten, das Schlafzimmer muss z.B. nicht so warm sein wie das Bad. Die Heizkörper entsprechend herunterregeln.
  • Richtiges Lüften: Kurz bei weit geöffnetem Fenster statt dauerhaft mit Fenster in Kippstellung.
  • Achte auch an deinem Arbeitsplatz darauf, Energie zu sparen.
  • Vermeide unnötigen Maschineneinsatz im Garten: Statt eines Laubbläsers/-saugers tut es auch ein Rechen.
  • Vermeide nächtliche Gartenbeleuchtung, denn sie hat einen schädigenden Einfluss auf Pflanzen und bestäubende Insekten.
  • Wie du mit dem Computer Energie sparen kannst => Link

Mobilität:

  • Kurze Strecken öfter mal zu Fuß gehen oder das Fahrrad nehmen – das tut auch der Gesundheit gut.
  • Insbesondere in Ballungsräumen gibt es meist recht guten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Seine Nutzung reduziert den CO2-Verbrauch.
  • Wenn das Auto denn nötig ist: Fahrgemeinschaften bilden. Das spart Sprit und fördert die Kommunikation.
  • Wer zum Einkaufenfahren ein Auto braucht, sollte mehrere Besorgungen zusammenfassen und nicht mehrmals am Tag für jeweils eine Kleinigkeit fahren.
  • In vielen Orten wird Carsharing angeboten.
  • Vorausschauend fahren: langsam beschleunigen und eine gleichbleibende, nicht zu hohe Geschwindigkeit halten. Vor Ortseingangsschildern oder roten Ampeln rechtzeitig den Fuß vom Gas nehmen.
  • Wenn du deinen Urlaub planst, beziehe auch dabei ökologische Gesichtspunkte mit ein. Muss es wirklich eine Flugreise um die halbe Erde oder eine Schiffskreuzfahrt sein? Wahre Erholung braucht kein fernes Ziel, sondern eher inneres sich einlassen auf die Natur und ihre Heilkraft. Und die gibt es ganz in der Nähe.

Müllvermeidung:

  • Viele Plastikverpackungen sind unnötig, insbesondere bei Obst und Gemüse sollte man unverpackte Ware bevorzugen.
  • Es gibt eine sehr sinnvolle App: replace Plastic, die man sich aufs Smartphone laden kann. Sie verbindet Verbraucher-Protest mit dem Appell an Unternehmen, etwas zu ändern. Mit der App Replace Plastic kannst du den Barcode beliebiger Produkte scannen und dann dem Hersteller dieser Produkte eine vorformulierte Nachricht schicken, die ihn informiert, dass man dieses Produkt lieber ohne oder mit weniger Plastik hätte.
  • Achte darauf, dass du zum Einkaufen immer einen Stoffbeutel, einen Korb oder Rucksack dabei hast, dann brauchst du keine Plastiktüten und auch keinen weiteren Stoffbeutel oder Papiertüten zu kaufen, auch sie verbrauchen zur Herstellung Rohstoffe. Vorhandene Plastiktüten kann man übrigens auch mehrfach verwenden.
  • Kaufe Brötchen beim Bäcker statt welche zum Aufbacken in Plastikverpackung.
  • Kaufe Taschentücher nicht in einzelnen plastikverpackten Päckchen, sondern in einem Kartonspender.
  • Verwende Seifenstücke statt Flüssigseife im Plastikspender.
  • Verwende Nachfüllpackungen.
  • Verwende Akkus oder Geräte mit Stromanschluss und spare so Batterien.
  • Kaufe auch kein Bioplastik, denn es ist nur selten rückstandslos abbaubar.
  • Verzichte zu Hause auf Kaffeemaschinen, die mit Pads funktionieren, dieser Müll muss nicht sein.
  • Coffee-to-go kann lecker sein – aber bitte nicht in einem Wegwerfbecher. Wenn du nicht die Zeit hast, deinen Kaffee im Sitzen zu genießen, dann bring dir deinen eigenen Thermo-Kaffeebecher mit.
  • Kaufe Getränke nicht in Einwegverpackungen. Und möglichst auch nicht in Plastikflaschen, denn diese geben (insbesondere bei säurehaltigen Getränken) Weichmacher in die Flüssigkeit ab, die gesundheitsschädlich sind (auch wenn die Hersteller das abstreiten – es gibt inzwischen genügend wissenschaftliche Studien, die das belegen). Auch wenn Glasflaschen schwerer zu tragen sind: die Gesundheit sollte einem das wert sein.
  • Überlege vor dem Einkauf, was du wirklich brauchst und wie du deinen Rohstoffverbrauch senken kannst. Auch Kleinigkeiten machen da einen Unterschied. Der beste Müll ist der Müll, der gar nicht erst entsteht.
  • Kaufe zeitlose Produkte statt kurzlebiger Modetrends.
  • Gib Dinge, die du nicht mehr brauchst oder nicht mehr haben willst, weiter, verkaufe sie oder spende sie, z.B. bei Packmer’s oder im Tierheim Forchheim.
  • Kaufe keine Einweggrills aus Aluminium.
  • Vermeide Alufolien und Alu-Grillschalen, denn sie geben Alu-Ionen ab, die für den Körper schädlich sind. Außerdem verbraucht die Produktion sehr viel Energie
  • Verwende Bienenwachstücher statt Alufolie oder Frischhaltefolie zum Verpacken von Lebensmitteln.
  • Zum Einkaufen am besten einen eigenen Behälter für Wurst, Käse, u.Ä. mitnehmen.
  • Vermeide Einweg-Produkte, z.B. bei Getränken, Feuerzeugen, Kugelschreibern und Ähnlichem.
  • Und was am Ende doch an Müll anfällt: sorgfältig trennen und in die dafür vorgesehenen Tonnen geben oder zum Recyclinghof schaffen.
  • Wenn du mehr zu (Mikro-)Plastik und Klimaschutz erfahren willst, findest du hier spannende Literatur:
    * Plastikfrei Einkaufen
    – Ein Ratgeber vom BUND (*.pdf*-Datei, 1,1 MB) 

    * Plastic and Climate (*.pdf*-Datei, 15 MB) 
    * Plastikatlas 2019 4. Auflage – Daten und Fakten rund ums Plastik (*.pdf*-Datei, 1,8 MB)

Essgewohnheiten:

  • Die Deutschen essen relativ viel Fleisch, was unseren CO2-Verbrauch erhöht. Öfter mal einen Veggieday einlegen tut außerdem auch der Gesundheit gut.
  • Wenn schon Fleisch, dann Bio-Fleisch wählen. Das ist zwar teurer, enthält aber keine Giftstoffe und die Tiere werden besser gehalten, nicht so tierquälerisch wie in den Massenhaltungstierställen.
  • Reduziere deinen Verbrauch an Tierprodukten und damit auch deinen CO2-Verbrauch. Es muss nicht immer Käse sein, auch pflanzliche Brotaufstriche sind lecker und lassen sich gut selbst herstellen.
  • Achte auf die Herkunft der Ware, die du kaufst. Fisch aus Afrika? Spargel aus Peru? All dies wird mit dem Flugzeug transportiert. Reduziere den Konsum dieser Artikel, finde regionale Alternativen oder verzichte möglichst ganz auf Lebensmittel, die um die halbe Welt fliegen müssen, damit du sie kaufen kannst.
  • Der Einkauf von regionalen und saisonalen Produkten fördert die regionale Landwirtschaft und benötigt weniger Transportwege bis ins Geschäft. Am besten auf Bauernmärkten oder in Hofläden einkaufen.
  • Auch bei Milch, Joghurt, Quark, Käse, Eiern, Obst, etc. sollte man immer die Bio-Qualität bevorzugen. Diese werden zwar auch transportiert, sind jedoch nicht mit Pestiziden behandelt und daher im Anbau nachhaltiger.
  • Vermeide Palmöl, denn dafür wird Urwald abgeholzt und mit Monokultur Palmöl-Plantagen angelegt. Palmöl ist in vielerlei Produkten – manchmal sogar in Bioprodukten. Achte auf Bezeichnungen wie „Sodium Palm Kernelate“, „Palmate“, „Palmitate“ – sie alle stehen für Palmöl.
  • Achte auf das Fairtrade-Siegel, wenn du Tropenwaldprodukte wie Kaffee, Tee, Kakao, Orangensaft, Obst, Schokolade oder Ähnliches kaufst, denn dann erhalten die Erzeuger für den Verkauf einen besseren Preis.
  • Beim Kauf von Soja-Produkten unbedingt auf das Siegel „gentechnikfrei“ achten oder Bioprodukte wählen.
  • Schau regelmäßig in deinen Kühlschrank und was dort zuerst gegessen werden muss. Auch Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) sind meist noch essbar: kontrolliere es mit deinen Augen und der Nase und vermeide es, unnötig Lebensmittel auf den Müll zu werfen.
  • Plane deine Einkäufe sorgfältig und kaufe nur die Nahrungsmittel, die du auch wirklich isst und verkochen kannst. So landet auch weniger auf dem Müll.
  • Fisch ist gesund, aber viele Meeresfische sind durch Überfischung in ihrem Bestand bedroht und sie enthalten auch zunehmend Mikroplastik. Verzichte daher auf ihren Verzehr und wähle einheimische Zuchtfische wir Forelle oder Karpfen. Wenn du Meeresfische kaufst, achte auf das „MSC“-Siegel, das nachhaltige Fischerei unterstützt. „Followfish“ unterstützt regionale Fischer statt großer Fangflotten.

Mode:

  • Baumwolle wird oft unter hohem Wasserverbrauch und Einsatz von Pestiziden und Düngung unter schlechten Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung und oft sogar unter Einsatz von Kinderarbeit hergestellt. Zum Färben kommen Chemikalien zum Einsatz, die teilweise ungeklärt entsorgt werden. Achte daher beim Einkauf auf Siegel wie z.B. Bio, Öko, kbA (aus kontrolliert biologischem Anbau), Global Organic Textile Standard (GOTS), Blauer Engel, bluedesign, IVN, Best, Naturland, Öko-Tex oder Fairtrade.
  • Kleidung mit dem Hinweis auf „bügelfrei„, „antibakteriell“ oder „schmutzabweisend“ wurde bei der Herstellung mit Chemikalien behandelt – kaufe sie nicht.
  • Ermögliche deiner Kleidung eine möglichst lange Lebensdauer, denn das verbessert die Ökobilanz. Achte schon beim Kauf auf Qualität. Frage dich, inwieweit es für dich wichtig ist, immer modisch auf dem neuesten Stand zu sein. Wenn Menschen dich nur schätzen, wenn du topmodisch gekleidet bist, dann frage dich, ob es das Wert ist.
  • Insbesondere bei Sonderangeboten und im Schlussverkauf frage dich, ob du dieses Kleidungsstück wirklich brauchst.
  • Bekannte Marken und teure Preise sagen nichts über die Nachhaltigkeit in der Herstellung eines Kleidungsstücks aus!
  • Jeans im „Used Look“ werden fast immer (insbesondere in China) durch Sandstrahlung hergestellt, die für die damit beschäftigten Arbeiter sehr gesundheitsgefährdend ist.
  • Bevorzuge den Kauf in einem Geschäft statt online. Im Geschäft kannst du anprobieren und sparst das Zurücksenden von Ware, die nicht passt oder beim Anziehen doch nicht so toll aussieht wie auf der Onlineplattform.
  • Verzichte auf Pelze und Produkte mit Pelzbesatz. Die meisten Pelze stammen aus industriellen Pelztierfarmen, in denen die Tiere leiden müssen, artgerechte Tierhaltung gibt es dort nicht. 
  • Auch die Herstellung von Wolle geht (fast) immer mit Tierquälerei einher. Merinoschafe beispielsweise wurden extra für höheren Wollertrag so gezüchtet, dass sie faltigere Haut und ein dickeres Fell haben. An heißen Tagen sterben sie daher oft an Hitzschlag.
  • Vermeide Textilien aus Kunstfasern. Zu ihrer Herstellung wird Erdöl benötigt und sie geben bei jeder Wäsche Mikroplastikteile ab, die Flüsse und das Meer verschmutzen und langfristig über die Nahrungskette auf unseren Tellern landen.
  • Bevorzuge pflanzliche Alternativen wie Viscose, Hanf, Leinen, Bambus oder wähle (die teurere) Bio-Wolle.
  • Kleidung, die du nicht mehr trägst, kannst du tauschen oder verkaufen oder verschenken.
  • Wenn du Kleidung in die Kleidersammlung gibst, achte darauf, sie einer gemeinnützigen Organisation zu geben, denn dann dient der Erlös einem sozialen Zweck.
  • Bring gut erhaltene Textilien selbst in ein örtliches Sozialkaufhaus (z.B. Packmer’s) oder eine Secondhand-Laden (z.B. vom Roten Kreuz in der Kapellenstr. 7 in Forchheim)
  • Trage selbst auch  Secondhand-Kleidung.
  • Werde kreativ und ändere ältere Kleidungsstücke. Im Internet gibt es viele Ideen zum Thema „Upcycling“ von Kleidung.

S

Papier:

  • Auch wenn Papier aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz gemacht wird, so müssen zu seiner Herstellung doch Bäume gefällt und viel Wasser verbraucht werden. Daher sollten wir damit sparsam umgehen.
  • Wenn du ein Paket verschickst, verwende einen gebrauchten Karton.
  • Frage dich an deinem Schreibtisch, welche Dokumente wirklich ausgedruckt werden müssen.
  • Bei mehrseitigen Dokumenten das Papier doppelseitig bedrucken. Das geht mit jedem Drucker, wenn man das Papier von Hand umdreht und wieder einlegt. Ist umständlich, aber das sollte es einem wert sein.
  • Recyclingpapier verwenden, auch bei Küchenrollen und Toilettenpapier gibt es Alternativen aus Recyclingpapier.
  • Ersetze Kaffee- und Teefilter aus Papier durch Dauerfilter aus Metall oder durch Baumwollfilter (für Tee).
  • Ersetze Papierküchenrollen durch waschbare Küchentücher aus Baumwolle oder Bambus (z.B. von Pandoo)
  • Achte beim Kauf von Papier und Holzprodukten auf nachhaltige Bewirtschaft, wie sie beispielsweise das FSC-Siegel oder PEFC-Siegel kennzeichnen.

Geschenke:

  • Es ist üblich, zum Geburtstag und zu Weihnachten (und in letzter Zeit auch zu anderen Anlässen wie Ostern, Valentinstag, etc.) Menschen, die man schätzt, etwas zu schenken. Das fördert den Konsum und den Ressourcenverbrauch. Um unnötiges Anhäufen von Dingen, die man nicht braucht, zu vermeiden, frag vorher nach, was benötigt wird, das verhindert Enttäuschungen, Umtausch oder Müll.
  • Prüfe, ob dein Geschenk nachhaltig ist. Die Kriterien findest du im eBook „Nachhaltig schenken„, das es zum kostenlosen Download gibt.
  • Verschenke eine Spende an eine gemeinnützige Organisation oder einen ausgefüllten und bezahlten Lottoschein.
  • Schenke Hilfe zur Selbsthilfe: über Oxfam kann man für verschiedene Projekte Bedürftigen eine Ziege, Hühner oder Nutzpflanzen schenken. Diese Spende sorgt bei Familien in Entwicklungsländern für Nahrung.
  • Verschenke lieber Topfpflanzen als Schnittblumen.
  • Klassische Mitbringsel wie Wein oder Pralinen sollte die ökologische Bio-Variante gewählt werden.
  • Schenke Nützliches und vermeide Einmal- oder Wegwerfprodukte.
  • Verschenke Zeit und Aufmerksamkeit, denn sie sind viel wertvoller als materielle Dinge.

Sonstiges:

  • Schnittblumen (insbesondere Rosen) kommen oft aus Afrika. Sie haben nicht nur einen weiten Flug hinter sich, sondern zu ihrer Herstellung wird auch viel Wasser verbraucht, was den Menschen dort dann nicht mehr zur Verfügung steht. Daher besser Blumen aus regionaler Herkunft wählen oder auf das Siegel „fair flowers fair plant“ achten.
  • Achte beim Kauf von Kosmetikprodukten darauf, dass sie keine Mikroplastikteile enthalten. Dazu gibt es Apps für’s Smartphone, z.B. „ToxFox“ oder „Beat the Microbead“. Oder kaufe zertifizierte Naturkosmetik mit entsprechenden Siegeln: Naturland, EcoControl, NaTrue, ECOCERT-Label, Demeter oder BDIH-Siegel.
  • Mieten statt kaufen: Viele Baumärkte vermieten Werkzeuge für die Gartenarbeit oder fürs Heimwerken. Manches kann man sich vielleicht auch in der Nachbarschaft gegenseitig ausleihen.
  • Ermögliche allen Dingen, die du besitzt eine möglichst lange Lebensdauer. Denn jede Produktion erfordert Rohstoffe und Energie. Frage dich, ob du wirklich das Handy der neuesten Generation oder das neue größere Auto brauchst.
  • Wenn du etwas neu kaufst, achte auf Qualität, Langlebigkeit und Reparierbarkeit. Dies mag in der Anschaffung etwas teurer sein, aber dafür hält es länger. Achte auch auf Zertifikate wie Blauer Engel oder das europäische Umweltsiegel.
  • Kaputte Geräte kann man unter Umständen noch reparieren. Bringe sie ins Reparatur-Café.
  • Wenn reparieren nicht mehr geht, achte auf richtige Entsorgung: Elektrogeräte gehören nicht in den Restmüll, sondern auf den Wertstoffhof.
  • Vergiss nicht: das „ökologischste“ Gerät ist das Gerät, das nicht gekauft wird.
  • Wenn du spazieren gehst, nimm eine alte Plastiktüte oder einen Stoffbeutel mit und sammle den Müll auf, der am Wegesrand liegt.
  • Bepflanze deinen Balkon oder Garten möglichst naturnah – das fördert die Artenvielfalt und gibt Bienen & Co Nahrung.
  • Vermeide nektarleere Pflanzen, die auf besondere Blütenfülle gezüchtet wurden, aber keinen Nektar für die Bienen enthalten.
  • Hänge ein Insektenhotel auf.
  • Verwende ökologischen Dünger aus natürlichen Rohstoffen statt Kunstdünger.
  • Wenn du einen Garten hast, leg dir einen Kompost an. In einem Thermokomposter ist das auf wenig Platz und ohne Geruchsentwicklung möglich und du bekommst dann kostenlos beste Pflanzerde.
  • Wenn du keinen Garten hast, entsorge deine Küchenabfälle in der Biotonne.
  • Achte beim Samenkauf auf Bio-Samen oder zertifizierte Samen, die sortenfest sind. Vermeide Hybrid-Samen.
  • Silvester: Durch Silvesterknaller werden große Mengen an Rohstoffen vernichtet und es entsteht eine hohe Feinstaubbelastung. Verzichte daher darauf.